Jahresprogramm 2021 des NWV

 

Wegen der Coronavirus (COVID-19)-Pandemie stehen alle Planungen des NWV unter Vorbehalt! Die Veranstaltungen können zu den Terminen nur unter Anwendung der dann jeweils gültigen offiziellen Corona-Verordnung stattfinden.

Zu den Vorträgen (2021 erst nach der Sommerpause) des Naturwissenschaftlichen Vereins Karlsruhe e.V. (NWV) treffen sich NWV-Mitglieder und Interessenten immer dienstags im Max Auerbach-Hörsaal des Karlsruher Naturkundemuseums (Pforte ab ca. 18.00 Uhr besetzt).

Ein Vortrag im Herbstsemester soll am 26. Oktober 2021 wieder in den Räumen der Volkshochschule Karlsruhe (vhs) stattfinden. Damit wird die Verbindung beider Vereine (vhs und NWV Karlsruhe) bekannter gemacht, denn der NWV ist Gründungsmitglied und Beirat der vhs Karlsruhe.

Exkursionen oder Führungen erfolgen zu freien Terminen. Zu allen Vorträgen und Exkursionen des NWV ist die Teilnahme für Mitglieder frei. Hinweis: Zum Besuch der Dienstagsvorträge besteht für Autofahrer ab ca. 18.00 Uhr Parkmöglichkeit im Museumshof (Einfahrt Lammstraße). Hierzu bitte an der Säule neben der Schranke mit dem mit „Pforte“ bezeichneten Klingelknopf läuten.

 

- ENTFÄLLT - Samstag, 30. Januar 2021
Nomaden der Lüfte – Gefiederte Wintergäste rund um den Knielinger See
Exkursion von Dr. Gerd Schön & Klaus Lechner (NABU Karlsruhe), Andreas Wolf (Naturschutzzentrum Rappenwört) und Jochen Lehmann (OAG) zum Ramsar-Welttag der Feuchtgebiete 2021
Treffpunkt und Zeit: Parkplatz Hofgut Maxau, Anmeldung bis 29.01.2021 bei info@nazka.de, 0721 950470, Beginn: 13.00 Uhr (Dauer: etwa 4 Stunden)
Es wird empfohlen, ein Fernglas mitzubringen!

Jeden Herbst ziehen viele Wasservögel von Nord- und Osteuropa auf der Suche nach eisfreien Wasserflächen in den Süden. Manche von ihnen legen am Rhein und seinen Nebengewässern einen Zwischenstopp ein, viele verbringen auch den ganzen Winter hier. Wir wollen schauen, welche Arten sich dieses Jahr am Knielinger See eingestellt haben.

 

Dienstag, 9. März 2021
Eine Reise in die Aromenwelt des Kaffees
Dialogführung
mit Prof. Dr. Chahan Yeretzian (ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) und Dr. Petra Guder (SMNK) zur aktuellen Sonderausstellung „Kosmos Kaffee“ vom 8.10.2020 bis 6.6.2021 Verlängerung?
Digital auf Instagram:@naturkundemuseumkarlsruhe:18.30 Uhr
oder danach auf Youtube: https://www.youtube.com/user/smnkarlsruhe

Kaffee ist nicht mehr wegzudenken aus unserem alltäglichen Leben. Täglich trinken wir weltweit mehr als 2,25 Milliarden Tassen Kaffee. Doch was ist der Grund für diesen Siegeszug von Kaffee, von seinen Anfängen im 16. Jahrhundert bis zu einem der beliebtesten Getränke unseres modernen Lifestyles? Die Erfolgsgeschichte von Kaffee ist eng verbunden mit seinem einmaligen und intensiven Aroma. Viele Faktoren entlang der Wertschöpfungskette des Kaffees beeinflussen die Qualität und die Ausprägung des Aromas in der Tasse. Wir begeben uns auf eine Reise von der Bohne im Anbauland bis zur Tasse beim Konsumenten und verfolgen die Entstehung dieses einmaligen Aromas, das viele so sehr lieben. Ist Kaffee einmal extrahiert und in der Tasse, beginnt es sich jedoch schon zu verändern. Das Aroma von Kaffee ist in der Tat vergänglich und seine Frische ein Thema von zunehmender Bedeutung. – Das »Coffee Excellence Center« an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Wädenswil ist heute das weltweit führende öffentliche Forschungszentrum zum Thema Kaffee. Es bearbeitet Themen entlang der ganzen Wertschöpfungskette, von der Pflanze bis hin zum Konsumenten.

 

- ENTFÄLLT - Samstag, 27. März 2021
Vogelkundliche Führung durch das NSG „Sandheiden und Dünen“ bei Sandweier
Exkursion mit Klaus Lechner (NABU-Karlsruhe) und Jochen Lehmann (Ornithologische Arbeitsgemeinschaft OAG)
Treffpunkt und Zeit: 8:30 Uhr beim NSG, Autobahnabfahrt Rastatt-Süd, B3 Richtung Rastatt, dann erste Möglichkeit links Richtung Sandweier bis zur Einfahrt (rechts) zum ehemaligen Militärgelände am Waldrand, Dauer ca. 3 Stunden
Es wird empfohlen, ein Fernglas mitzubringen!

Da sich in sandigen Gebieten eine landwirtschaftliche Nutzung nicht lohnt, wurden solche Flächen gerne vom Militär genutzt. So auch bei Sandweier, wo nach dem zweiten Weltkrieg von 1954 bis 1999 ein Übungsplatz durch die französischen Streitkräfte unter dem Namen „Puységur-Gelände“ betrieben wurde. Diese Nutzung war für die auf offene Sandflächen angewiesenen Tier- und Pflanzenarten von Vorteil. Seit 2011 steht das Gebiet unter Naturschutz. Zur Offenhaltung der Lebensräume werden Ziegen und Schafe eingesetzt, so daß Arten wie die Heidelerche bis heute im Gebiet präsent sind.

 

- ENTFÄLLT - Dienstag, 13. oder (Ausweichtermin) Dienstag, 20. April 2021
NachtAktiv – Frühlingsfalter im Auwald
Vorführung mit Michael Falkenberg & Michael Schlemm (Karlsruhe) in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum Karlsruhe Rappenwört
Anmeldungerforderlich unter 0721-950470 im Naturschutzzentrum! Maximal 10 Personen. Der endgültige Termin ist vom Wetter abhängig und wird spätestens am 12. April 2021 mitgeteilt. Treffpunkt und Zeit: Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört, 20.15 Uhr, Dauer ca. 3 Stunden.
Bitte Taschen- oder Kopflampe mitbringen!

Bei einem so genannten „Lichtfang“, so die Bezeichnung für das nächtliche Anlocken von Insekten durch Licht, können Sie in dieser Frühlingsnacht mit dabei sein. Wir werden dazu direkt am Naturschutzzentrum einen „Lichtfangturm“ aufbauen und die Falter mit speziellen Lampen anlocken. – Warum fliegen die Nachtfalter das Licht mit kurzer Wellen­länge besonders an? Welche Nachtfalter sind zu erwarten, und werden sie auch kommen? Ist die Falterfauna des Auen­waldes auf Rappenwört intakt? Erfahren Sie Wissenswertes über die Schmetter­linge der Nacht, über ihre Lebensweise und wie wir sie schützen können.

 

- ENTFÄLLT - 18. April 2021 (Kooperationsveranstaltung)
Karlsruhe: Steine in der Stadt
Geologische Exkursion mit Dr. Matthias Geyer (www.geotourist-freiburg.de)
Treffpunkt und Zeit: 14.00 Uhr am Eingang des Naturkundemuseums in Karlsruhe (Dauer ca. 2h).
Anmeldungerforderlich bei Dr. M. Geyer, Tel./SMS 0162-4065416 oder per E-Mail: info@geotourist-freiburg.de. Maximal 10 Teilnehmer. – Für Mitglieder des Naturwissenschaftlichen Vereins ist die Teilnahme kostenlos, Nichtmitglieder zahlen € 15,-

Im Verlauf eines geologischen Stadtrundgangs durch einen Teil der Karlsruher Innenstadt werden die geologische Situation der Stadt im nördlichen Oberrheingraben und die wichtigsten Bausteine erläutert. Dabei spielt der Buntsandstein eine wichtige Rolle. Aber auch Keupersandsteine sind aus dem Stadtbild nicht wegzudenken. Neben den Vorkommen werden auch die Entstehungsmodelle der Gesteine erläutert. Der Stadtrundgang ist eine ideale Ergänzung oder Einstimmung zum Besuch der Dauerausstellung „Geologie am Oberrhein“ im Naturkundemuseum. Für die Teilnahme sind keine Fachkenntnisse erforderlich. Der Stadtrundgang endet wieder am Naturkundemuseum.

 

- ENTFÄLLT - Dienstag, 18. Mai 2021
Schmetterlingskundliche und botanische Exkursion in die Neureuter Feldflur
Kooperation mit der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland und dem Naturschutzzentrum Rappenwört
Führung mit Andreas Kleinsteuber und Dr. Robert Trusch (beide Karlsruhe)
Treffpunkt: Karlsruhe-Neureut, an der Bushaltestelle „Neureut-Kirche“ (Linien 71, 72). Wir laufen dann Richtung Spielplatz am Rand des Tiefgestades (westlich der Neureuter Hauptstraße). Achtung, am Treffpunkt selbst befinden sich keine Parkplätze!
Beginn: 16.00 (Dauer ca. 2-2,5 Stunden)
Bei Regen muss die Veranstaltung entfallen.

Von den auf der Neureuter Gemarkung Ende des 19. Jahrhunderts noch großflächig vorhandenen Wiesenbeständen sind heute unter anderem durch Entwässerung und Umwandlung in Äcker nur noch kleine Restflächen erhalten. Mit dem Niedergang der Wiesen sind auch zahlreiche schon damals seltene Arten vollständig verschwunden. Trotzdem findet man auf den verbliebenen Wiesenflächen der Rheinniederung von Neureut immer noch eine interessante Flora, die bei der Exkursion vorgestellt wird. Dazu gehören z.B. Bistorta officinalis, Dianthus superbus und Cirsium tuberosum. Ebenfalls vorgestellt werden viele Schmetterlingsarten und einige andere Insekten, die auf der Wanderung beobachtet werden.


- ENTFÄLLT - Freitag, 4. Juni 2021
Der Ziegenmelker im Hardtwald
Führung der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft mit Jochen Lehmann (Bühl)
Treffpunkt und Zeit: Waldparkplatz Friedrichstaler Allee / K 3579 bei Stutensee-Friedrichstal, Beginn: 21.00 Uhr (Dauer etwa 2 Stunden)

Mit etwa 25 Brutpaaren in Baden-Württemberg gehört der Ziegenmelker zu unseren seltensten Vogelarten. Durch seine nächtliche und heimliche Lebensweise ist er vielen Menschen unbekannt. Nur zur Balzzeit benimmt sich die „Nachtschwalbe“, wie der Ziegenmelker auch genannt wird, auffällig, denn sein schnurrender Reviergesang ist kaum zu überhören. – Hören wir ihm zu! Bei einem kleinen Abendspaziergang werden Biologie und Lebensweise der Art vorgestellt. (Ziegenmelker Caprimulgus europaeus  – Foto: H. Dannenmayer)

 

3. Juni 2021 (Kooperationsveranstaltung)
Bundenthal: Rundweg Fladensteine (Dahner Felsenland)
Geologische Exkursion mit Dr. Matthias Geyer (www.geotourist-freiburg.de)
Treffpunkt und Zeit: 11.00 Uhr am Parkplatz Sportplatz Bundenthal (Dauer ca. 2h).
Anmeldungerforderlich bei Dr. M. Geyer, Tel./SMS 0162-4065416 oder per E-Mail: info@geotourist-freiburg.de. Maximal 10 Teilnehmer. – Für Mitglieder des Naturwissenschaftlichen Vereins ist die Teilnahme kostenlos, Nichtmitglieder zahlen € 15,-

Entlang eines etwa 2 km langen Rundweges werden einige geologische Grundlagen wie z. B. der Gesteinskreislauf vorgestellt. Im weiteren Verlauf wird allgemein auf die geologischen Verhältnisse der Pfalz und des Pfälzer Waldes eingegangen. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem Buntsandstein, der hier in Form eindrucksvoller Felspfeiler herausgewittert ist. Die Fladensteine sind auch ein beliebtes Klettergebiet – wir beschränken uns jedoch auf geologische Details am Fuß der Felsentürme. Die Erklärungen erfolgen allgemeinverständlich und Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

 

Samstag, 10. Juli 2021
Stadtbotanik: Wilde Pflanzen und ungewöhnliche Lebensräume – ein botanischer Spaziergang durch den Karlsruher Rheinhafen
Führung mit Thomas Breunig (Karlsruhe) in Zusammenarbeit mit der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland e.V. und dem Naturschutzzentrum Karlsruhe- Rappenwört
Treffpunkt und Zeit: Karlsruhe, Honsellstraße, Haltestelle Rheinhafen (Endstation Straßenbahn Linie 5), 15.00 Uhr (Dauer ca. 2 Stunden)

Nicht das gepflegte Grün der Parks und Gärten erwartet uns hier, sondern echte Wildnis – und das mitten zwischen Gleisen, Lagerplätzen und Hafenbecken. Pflanzen, die aus fernsten Ländern hierher eingewandert sind ebenso wie seltene Arten der Magerasen und wenig beachtete Schönheiten der Ruderalvegetation. (Mauer-Glaskraut Parietaria judaica. – Foto: T. Breunig)

ACHTUNG Terminänderung

Freitag 27. August 2021
Die Tier- und Pflanzenwelt der Baggerseen um Karlsruhe
Exkursion mit den Tauchern der Limnologischen Arbeitsgemeinschaft, Leitung Dr. Sabrina Plegnière und Thomas Holfelder, in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört
Anmeldung im Naturschutzzentrum unter 0721/950470 erwünscht
Treffpunkt: Baggersee Fuchs & Gros, 76344 Eggenstein, Kopfweg 8 (von der B36 nach Eggenstein und dann immer Richtung „Lithonplus GmbH & Co. KG“, kurz vor dem Werktor rechts auf den Parkplatz, dann geradeaus zum See)
Beginn 17.00 Uhr, Dauer ca. 2 Stunden

Baggerseen sind vom Menschen geschaffene Lebensräume. Nach dem Ende der Auskiesung werden sie meist fischerei­lich und für Freizeitaktivitä­ten genutzt. Mit der Zeit finden Pflanzen und Tiere aus dem Umfeld ihren Weg in das neu entstandene Gewässer und es bilden sich interessante Lebens­gemeinschaften. Darunter sind aber auch Arten von weither, die mitunter Probleme mit sich bringen und zum Beispiel heimische Arten verdrängen können. Regelmäßig beobachtet und dokumentiert wird dies von den Tauchern der Limnologischen Arbeitsgemein­schaft des Naturwissenschaftlichen Vereins. Für die Vorstellung sammeln die Taucher unter Wasser Pflanzen und Tiere, die dann vor Ort in Aquarien ausgestellt und mit ihren Besonderheiten besprochen werden. (Foto: Thomas Holfelder

 

Sommerpause

 

Montags (16. August bis 8. November 2021)
Öffentliche Pilzberatung
Pilzberater der AG Pilze (PiNK)
Ort und Zeit: Westeingang des Nymphengarten-Pavillons, 17.00 bis 19.00 Uhr

Wie immer während der Pilzsaison geben Pilzberater der AG Pilze (PiNK) einmal wöchentlich (montags, am Westeingang des Pavillons) Auskunft über Bestimmungsmerkmale, Speisewert, Häufigkeit und vieles mehr. (stolze Steinpilz­sammlerin bei der Pilzberatung 2019 – Foto: M. Scholler).

 

Samstag, 11. September 2021
Südwestdeutscher Tag der Insektenkunde:
Maßnahmen und Erfolge zum Schutz von Insekten

Öffentliche Tagung der Entomologen aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe
Großer Saal im Nymphengarten-Pavillon des Karlsruher Naturkundemuseums, Beginn 9.30 Uhr

Auf dieser, für jeden Interessierten offenen Fachtagung treffen sich Liebhaber der Insekten und beruflich auf dem Gebiet der Entomologie tätige Fachleute zum öffentlichen Austausch ihrer Ergebnisse und Erfahrungen. Das Forum steht insbesondere den interessierten Laien zur aktiven und passive Teilnahme offen. Auf der Tagung sollen neue Beobachtungen und Forschungsergebnisse zu Insekten mit dem Schwerpunkt auf Mitteleuropa präsentiert werden. Im Fokus sollen in diesem Jahr Untersuchungen zum Rückgang der Insekten aber auch neue Erkenntnisse aus praktischen Schutzmaßnahmen stehen, um die daraus gewonnenen Lehren weiter zu verbreiten.

 

postponed to 21.-25. March 2022  (from 21.-24. September 2021)
XVIIth International Symposium on Zygaenidae

The XVIIth International Symposium on Zygaenidae will take place in Karlsruhe (Baden-Württemberg, Germany) from 21-24 September 2021. It will be organised by the Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe (SMNK) and the Naturwissenschaftlicher Verein Karlsruhe (NWV). The scientific coordinator is Axel Hofmann. The meeting will take place in SMNK; the meeting will start on Tuesday evening, 21 September 2021, with welcome addresses by Professor Dr Norbert Lenz (Director of the SMNK) and Dr Robert Trusch (Chairman of the NWV) followed by an public introductory lecture by Axel Hofmann (“Zygaenology 1828-2020 – Review and Outlook”). Main topics of the symposium:

  1. Zygaenidae as bio-indicators
  2. Biology, ecology and distribution of Zygaenidae
  3. Molecular DNA results, taxonomy and systematics of Zygaenidae
  4. Reports on field studies
  5. Presentation of new publications.

For participation or any further information, please contact hofmann@abl-freiburg.de

 

Tuesday, March 21, 2022
Zygaenology 1828-2020 – Review and Outlook
Opening Lecture
(in English) by Axel Hofmann (Hochstetten)
Max Auerbach-Lecture hall, 6.30 p.m. (18.30 Uhr)

For more than 200 years burnet moths (Zygaeninae) have been the subject for scientific research. While at the beginning of the 19th century the main focus was on morpholo­gical characters, the focus changed in the second half to biological and genealogical aspects. Just a few years after the rediscovery of the Mendelian rules by de Vries (1900), Burgeff (1912-1914, published in 1921 after the war) discovered the heritage of characters in Zygaena ephialtes. This was the very first confirmation of the validity of Mendel’s rules for an animal. Subsequent important works by Alberti (on relation­ships), Naumann et al. (electrophoresis, ecology, biospecies concept), Nahrstedt (defence systems), Sbordoni et al. (mimicry), Wipking (diapause regulation), Hille (zoogeography), Tremewan (genetics), Niehuis (molecular phylogeny) and many others essentially contributed to our understanding of historical aspects, inter- and infraspecific interactions and dependencies in general. Currently burnet moths play an important role as bio-indicators and flagship species in nature conservation. Meanwhile the long-term, wide-ranging and intensive study of this group of Lepidoptera has led to a discipline of its own and has reached the level of an „ology“.

 

Dienstag, 28. September 2021
Renchen 2018 – der erste Meteoritenfall Baden-Württembergs
Vortrag von Dieter Heinlein (Bavarian Meteorite Lab, Augsburg)
Max Auerbach-Vortragssaal, 18.30 Uhr

Am Abend des 10. Juli 2018 ereignete sich in Baden-Württemberg ein Meteoriten­fall, der von Meteor­kameras des European Network registriert wurde. Somit war die präzise Berechnung der atmos­phärischen Bahn der Feuerkugel und des Aufschlagsgebiets der Meteorite möglich. Bei der systematischen Suche wurden inzwischen sechs Steinmeteorite von 1,23 kg Masse im Gebiet der Stadt Renchen im Ortenaukreis gefunden. Der L5-6 Chondrit Renchen ist der erste Meteoritenfall Baden-Württembergs, der genau untersucht und bestätigt wurde. – Der Astrophysiker D. Heinlein berichtet über die spannende Jagd nach diesem Meteoriten und referiert über die Ergebnisse der wissenschaft­lichen Untersuchungen. Er ist Technischer Leiter des Feuerkugelnetzes des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Institut für Planetenforschung). Seit 40 Jahren sammelt er Meteorite und ist auf diesem Gebiet auch als anerkannter Gutachter tätig. (Foto: Das größte Fundstück, 955 g, des Steinmeteoritenfalls Renchen neben dem Einschlagsloch. – Foto der Finder: Ralph Sporn & Martin Neuhofer)

 

Einladung

Im Anschluss an den Vortrag am 28. September 2021 findet ab ca.20.00 Uhr im Max-Auerbach-Vortragssaal im Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe die

Mitglieder-Hauptversammlung

des Naturwissenschaftlichen Vereins Karlsruhe e.V. statt, zu der hiermit satzungsgemäß herzlich eingeladen wird.

Tagesordnung:

  1. Begrüßung, Feststellung der frist- und formgerechten Ladung, Beschluss der endgültigen Tagesordnung
  2. Bericht des 1. Vorsitzenden
  3. Berichte der Arbeitsgemeinschaften
  4. Kassenbericht des Geschäftsführers
  5. Bericht der Kassenprüfer
  6. Aussprache über die Berichte
  7. Entlastung des Vorstandes
  8. Beratung von Anträgen der Mitglieder
  9. Verschiedenes

Anträge der Mitglieder sind spätestens eine Woche vorher dem Vorstand zuzuleiten

 

- ENTFÄLLT - Samstag-Sonntag, 9.-10. Oktober 2021, jeweils 10.00-18.00 Uhr
17. Karlsruher Frischpilzausstellung
AG Pilze des Naturwissenschaftlichen Vereins (PiNK)
Nymphengarten-Pavillon des Staatlichen Museums für Naturkunde Karlsruhe

Das Naturkundemuseum Karlsruhe veranstaltet in Zusammenarbeit mit der AG Pilze im Naturwissenschaftlichen Verein Karlsruhe (PiNK) die Frischpilzausstellung zum 17. Mal. Es werden voraussichtlich 250 bis 300 Arten gezeigt. Zusätzlich werden in einem großen Diorama Bäume und die mit ihnen vergesellschafteten Pilze präsentiert. Außerdem gibt es wieder eine „Ausstellung in der Ausstellung“. Diesmal präsentieren Dirk E. Hebel, Professor für Nachhalti­ges Bauen am KIT, und seine Mitarbeiter einen aus Pilzgeflecht bestehenden „mycotree“ („Pilzbaum“) und zeigen, wie Pilze als nachhaltiges Baumaterial eingesetzt werden können. Ein Pilzzüchter aus der Altmark wird Zuchtpilze verkaufen und Besucher mit einer Pilzpfanne verköstigen. Die Besucher können sich ferner über die neueste Pilzliteratur an einem Buch­stand informieren, Pilze von den Pilzexperten der Arbeitsgruppe bestimmen lassen oder sie unter dem Mikroskop studieren. Ganoderma carnosum, Dunkler Lackporling – Foto: M. Scholler

 

Dienstag, 26. Oktober 2021   Kooperation mit der
Von der Atacama bis Feuerland - eine naturkundliche Reise nach Chile
Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Albert Reif (Freiburg)
Ort: Volkshochschule Karlsruhe (vhs), Kaiserallee 12e, Bernays-Saal (barrierefrei zugänglich)
Beginn: 19.00 Uhr

Chile erstreckt sich über eine Länge von 4.300 km (17° bis 56° südlicher Breite, ohne Antarktisteil), dies bei einer durchschnittlichen Breite von 170 km. 14% der Fläche sind Inseln. Vulkanismus, Tektonik, extreme Klimaunterschiede prägen das Land und die bis zu über 7.000 m hohen Andenkette mit ihren Gletschern. Entsprechend vielfältig sind die Lebensräume. Sie erstrecken sich (1) von der Atacama-Wüste und dem wüstenartigen Andenhochland im Norden über (2) die mediterran geprägten Winterregenzone um die Hauptstadt Santiago, (3) die temperierten „Valdivianischen“ Regenwälder bis hin zu (4) kühl-temperierten Wäldern mit Südbuchen-Arten. Hinzu kommen (5) Gebirgslebensräume, darunter Wälder mit Araukarien und weiteren Nadelbäumen, Moore, Flussauen, alpine Lebensräume. Flora und Fauna sind geprägt von neotropisch verbreiteten Arten, im Süden auch von Arten des antarktischen Floren- und Faunenreiches. Der Vortrag berichtet über Feldforschungen des Autors und seiner DoktorandInnen über die Wälder in Chile, die Ursachen von Gefährdungen, insbesondere intensive Landnutzung, Neobiota, Klimaänderung. her Breite, ohne Antarktisteil), dies bei einer durchschnittlichen Breite von 170 km. 14% der Fläche sind Inseln. Vulkanismus, Tektonik, extreme Klimaunterschiede prägen das Land und die bis zu über 7.000 m hohen Andenkette mit ihren Gletschern. Entsprechend vielfältig sind die Lebensräume. Sie erstrecken sich (1) von der Atacama-Wüste und dem wüstenartigen Andenhochland im Norden über (2) die mediterran geprägten Winterregenzone um die Hauptstadt Santiago, (3) die temperierten „Valdivianischen“ Regenwälder bis hin zu (4) kühl-temperierten Wäldern mit Südbuchen-Arten. Hinzu kommen (5) Gebirgslebensräume, darunter Wälder mit Araukarien und weiteren Nadelbäumen, Moore, Flussauen, alpine Lebensräume. Flora und Fauna sind geprägt von neotropisch verbreiteten Arten, im Süden auch von Arten des antarktischen Floren- und Faunenreiches. Der Vortrag berichtet über Feldforschungen des Autors und seiner DoktorandInnen über die Wälder in Chile, die Ursachen von Gefährdungen, insbesondere intensive Landnutzung, Neobiota, Klimaänderung

Torres-del-Paine, Araucaria araucana und Vulkan Lonquimaj, Gletscher Lago Grey, Guanakos im Torres del Paine-NP, Gunnera peltata – Fotos: A. Reif

 

Dienstag, 9. November 2021
Nichts für das „Krabbenbrötchen“ – Beobachtungen an zwei neozoischen Süßwassergarnelen in Deutschland
Vortrag von Dr. Gerhard Schoolmann (Karlsruhe)
Max-Auerbach-Vortragssaal, 18.30 Uhr

Schön und bunt sind sie, weit verbreitet in zahlreichen deutschen Aquarien, und es gibt viele Bücher sowie eine eigene deutschsprachige Zeitschrift über sie: Süßwassergarnelen. Dabei ist wenig bekannt, dass wir in Deutschland zwei neobionte Arten in sehr unterschiedlichen aquatischen Lebensräumen antreffen können. Im gesamten Rhein, einschließlich einer Reihe von Nebenflüssen, Häfen, Kanälen, Altwässern und angebundenen Baggerseen, lässt sich seit den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts die aus Südeuropa eingewanderte Europäische Süßwassergarnele (Atyaephyra desmarestii) nachweisen. Der deutsche Name ist etwas verwirrend, da es in Europa zahlreiche weitere indigene Garnelenarten gibt. Daneben breitet sich seit 2009 in Nordrhein-Westfalen, ausgehend von einem thermisch belasteten Nebengewässer der Erft, eine zweite, dort ausgesetzte Art aus: die Rückenstrichgarnele (Neocaridina davidi). Ihr ursprünglicher Lebensraum liegt in Ost-China. Der Vortrag vermittelt Erkenntnisse aus 10 Jahren Feldforschung zu diesen beiden Arten und zeigt ihre Einnischung in die neuen Lebensräume, Ausbreitungstendenzen und Populationsentwicklungen. (Süßwassergarnele Atyaephyra desmarestii – Foto: Gerhard Schoolmann)

 

Dienstag, 23. November 2021
Die Vermessung badischer Baggerseen – Fauna, Flora, Erdgeschichte – ein Werkstattbericht der Limnologischen AG
Vortrag und Vorstellung mit Dr. Sabrina Plegnière (Jockrim), Dipl.-Ing. Thomas Holfelder (Gaggenau) und Prof. Dr. Norbert Leist (Bad Schönborn)
Max Auerbach-Vortragssaal, 18.30 Uhr

Vor zwanzig Jahren gründeten neun Taucher die Limnologische Arbeitsgemeinschaft im Naturwissenschaftlichen Verein Karlsruhe e.V. mit dem Ziel, durch regelmäßige systematische Beobachtungen zur Kenntnis der Biologie badischer Gewässer beizutragen und bei Problemen als kompetenter Ansprechpartner Hilfestellung zu leisten. Die Gruppe besteht inzwischen aus 32 Tauchern, die bei über 800 Tauchgängen sowohl Informationen zur heimischen Flora und Fauna als auch gezielt zu Neobiota zusammengetragen hat. Zu den Projekten gehört neben der Kartierung von Wasserpflanzen die Beurteilung der Gewässergüte anhand von Zeigerarten und fallweise die Dokumentation und Bekämpfung von Neobiota. Nachdem Torfschichten unter Wasser zunächst nur nach Makrofossilien abgesucht wurden, entstand mit Dr. Schloß (Jockgrim) ein Projekt zur pollenanalytischen Untersuchung von Unterwassertorfen, das zum ersten Nachweis des Eem (der letzten Warmzeit vor der heutigen, dem Holozän; Dauer etwa 126.000 bis 115.000 Jahre vor heute) in der Oberrheinebene geführt hatte. Bei dem Vortrag werden neben den Projekten der Limnologischen AG die Arbeitsweise und die eingesetzten Gerätschaften von den Mitgliedern der AG vorgestellt. Taucher vor Torfblock aus dem Eem in einem Baggersee. – Foto: Limnologische AG

 

Dienstag, 7. Dezember 2021
Wein, Pilz, Klimawandel - Szenen einer Dreiecksbeziehung
Vortrag von Prof. Dr. Peter Nick (Karlsruher Instituts für Technologie KIT, Botanisches Institut/Molekulare Zellbiologie)
Max Auerbach-Vortragssaal, 18.30 Uhr

Vor etwa 9.000 Jahren haben Menschen zum ersten Mal Wein erzeugt. Seither ist die Weinrebe ein steter Begleiter unserer Kultur. In Europa hat sie ganze Zivilisationen und viele Landschaften geprägt, auch hier am Oberrhein. Die Weinrebe ist aber nicht nur für uns Menschen attraktiv, sondern auch für zahlreiche Pilze. Man kann sie mit gutem Recht als eines der ersten Opfer der Globalisierung bezeichnen, als nämlich vor etwa 150 Jahren pathogene  Pilze aus Nordamerika nach Europa eingeschleppt wurden. Die Folgen sind noch heute spürbar: etwa 70% des Fungizidverbrauchs in Europa geht aufs Konto des Weinbaus! In den letzten Jahren macht sich auch der Klimawandel bemerkbar, weil sich neue Pilzkrankheiten, wie das Esca-Syndrom ausbreiten. Alleine im Elsass beziffern sich die Schäden auf eine Milliarde Euro jährlich! Und auch bei uns fordern die heißen und trockenen Sommer ihren Tribut. – Müssen wir uns also damit abfinden, dass weiterhin mehr als 10-mal pro Saison gespritzt wird, um eine Ernte einzufahren? Oder gelingt es, nachhaltigere Wege zu finden, um diese Schadorganismen einzudämmen? Diese Fragen stellt Prof. Nick, Experte für Pilzkrankheiten der Weinrebe und Leiter des Botanischen Instituts des KIT in seinem Vortrag. Damit dies gelingen kann ist Grundlagenforschung gefragt. Erfahren Sie, mit welch raffinierter Finesse die Pilze vorgehen, um ihren Wirt zu überwältigen oder für ihre Zwecke zu manipulieren. Und auch, welche Lösungen die Evolution für solche Probleme bereithält. Diese Lösungen können auch wir nutzen, wenn wir die komplizierten und nicht immer konfliktfreien Beziehungen zwischen Wein und Pilz erforschen. (Foto: Prof. Nick mit Weinglas im Botanischen Institut des KIT.)

Links. 1: REM-Aufnahme eines jungen aus einem Stoma herauswachsenden Sporangiums von Plasmopara viticola, dem Falschen Mehltaupilz des Weins. Rechts: Mit Anilinblau gefärbtes, über Konfokalmikroskopie im Weinblatt sichtbar gemachtes Myzel von Plasmopara viticola. – Fotos: P. Nick

 

Sonntag, 19. Dezember 2021
Adventspilze in den Rheinauen
Führung mit Dr. Markus Scholler (Karlsruhe), mit Glühwein und Punsch zum Abschluss
Anmeldungerforderlich unter 0721-950470 im Naturschutzzentrum! Treffpunkt und Zeit: Eingang Strandbad Rappenwört, die Führung endet am Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört, 13:30 Uhr, Dauer ca. 2 Stunden.
Treffpunkt: NAZKA

Hauptsaison für Pilzsamm­ler sind die Monate September und Oktober. Tatsächlich kann man Pilze das ganze Jahr über finden und bestaunen. Es gibt sogar Arten, die vor­zugsweise in der kalten Jahreszeit Fruchtkörper bilden, z.B. der farblich auffällige Goldgelbe Zitter­ling und der Samtfuß­rübling. Dr. Scholler, Mykologe am Naturkundemuseum Karlsruhe, wird uns einige dieser Arten im Rahmen eines Adventsspaziergangs vorstellen und ihre Besonderheiten und Merkmale demonstrieren. Nach der Rückkehr ins Naturschutzzentrum, gibt es die Möglichkeit, sich bei einem Glas Glühwein oder Punsch aufzuwärmen und die Wolfs-Ausstellung anzusehen. (links Goldgelber Zitterling Tremella mesenterica – rechts: Samtfußrübling Flammulina velutipes. – Fotos M. Scholler)

 

Bitte besuchen Sie auch die Veranstaltungen unserer Arbeitsgemeinschaften!
Wir laden unsere Mitglieder und Interessenten herzlich zu unseren Veranstaltungen ein.


Auskunft erteilt: Dr. Robert Trusch, 1. Vorsitzender, Naturwissenschaftlicher Verein Karlsruhe e.V., c/o Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe, Erbprinzenstr. 13, 76133 Karlsruhe, Tel. 0721/1752842, E-Mail: trusch@smnk.de