Historie

Der Naturwissenschaftliche Verein wurde durch ALEXANDER BRAUN, den damaligen Direktor des „Naturalienkabinetts“, im Jahre 1840 ins Leben gerufen. Der Verein zählt damit zu den ältesten seiner Art in Deutschland. BRAUN versammelte namhafte Geologen, Biologen, Mediziner, Physiker, Chemiker und Meteorologen um sich, die im Rahmen des „Vereins für naturwissenschaftliche Mitteilungen“ monatlich ihre Forschungsergebnisse präsentierten und diskutierten. BRAUN organisierte auch die ersten populärwissenschaftlichen Vorträge und Führungen, die sich großer Beliebtheit erfreuten. 1862 trat der Verein mit neuem Statut als „Naturwissenschaftlicher Verein“ in Erscheinung und erlebte im Folgenden seine erste Glanzzeit, in der die Mitgliederzahl bald auf über 100 anstieg. In den 1880er Jahren führte HEINRICH HERTZ auf einer Sitzung des Vereins erstmals seine bahnbrechenden Versuche zur Existenz und Ausbreitung elektromagnetischer Wellen der Öffentlichkeit vor.


Heute wie damals ist der Naturwissenschaftliche Verein eng mit dem Naturkundemuseum Karlsruhe verbunden und fördert die Fachgebiete der Geowissenschaften, Botanik und Zoologie sowie alle Bereiche des Naturschutzes. Der Verein pflegt die Fachgebiete in seinen Arbeitsgemeinschaften (AGs), durch Vortragsveranstaltungen, Exkursionen und Veröffentlichungen.

Der Verein gibt jährlich zusammen mit dem Naturkundemuseum und dem Referat Naturschutz und Landschaftspflege am Regierungspräsidium Karlsruhe die Zeitschrift „Carolinea – Beiträge zur naturkundlichen Forschung in Südwestdeutschland“ heraus. Die Carolinea enthält aktuelle wissenschaftliche Abhandlungen aus den o.g. Fachgebieten, in denen über neue Forschungsergebnisse aus Südwestdeutschland, aber auch über die internationale Forschung des Naturkundemuseums berichtet wird.

Ausstellung zur 175_Jahrfeier
Alexander Braun
Heinrich Hertz