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Entomologische Arbeitsgemeinschaft

Aufruf zur Kartierung der Pyraliden Baden-Württembergs

Das aktuelle Programm der Entomologischen Arbeitsgemeinschaft können Sie unten einsehen. Programme aus den Vorjahren können Sie unter "Downloads" finden und herunterladen.


Programm 2016

Die Vorträge finden jeweils am letzten Freitag im Monat um 19.00 Uhr statt. Treffpunkt ist der „Klei­ne Saal“ im Nymphengarten-Pavillon im Hof des Staatlichen Museums für Naturkunde Karlsruhe.

Für Autofahrer gibt es auch noch 2015 wegen der Bauarbeiten im Naturkundemuseum nur wenige Parkplätze im Museumshof. Am Freitagabend ist jedoch meist Parkraum vorhanden. Bitte melden Sie sich ggf. bei M. Falkenberg (175-2840) oder R. Trusch, wir teilen Ihnen mit, ob und wo Sie im Museumshof parken können. Achtung, das Parkhaus im Ettlinger-Tor-Center schließt bereits um 20.30 Uhr, dort keinesfalls parken!

Exkursionen und Führungen erfolgen zu freien Terminen (z.T. unter Berücksichtigung der aktuellen Witterung), oft in Verbindung mit freien Tagen oder zum Wochenende. Deshalb ist hierfür in der Regel eine Anmeldung erforderlich.

Hinweis auf eine NWV-Veranstaltung mit entomologischem Inhalt, Details siehe NWV-Programm:


26. Februar, Vortrag 16.00 Uhr, Max-Auerbach-Hörsaal, im Rahmen der Sonderausstellung 175 Jahre Naturwissenschaftlicher Verein Karlsruhe, Aljoscha Wrona: Insekten suchen – was soll denn das?

26. Februar, Vortrag, Viktor Hartung (Karlsruhe und Berlin): Systematik und Phylogenie der Mooswanzen (Peloridiidae), einer enigmatischen südhemisphärischen Insektenfamilie (Hemiptera, Coleorrhyncha)

Zur Verwandtschaft der Hemiptera, zu denen Wanzen (Heteroptera), Zikaden (Auchenorrhyncha) oder Blatt- und Schildläuse (Sternorrhyncha) gehören, zählen auch die „Scheidenschnäbler“ (Coleorrhyncha). Sie sind 250 Mio. Jahre alt und haben nicht nur die Dinosaurier überlebt, sondern mehrere große Aussterbeereignisse überstanden. Heute gibt es in dieser einst artenreichen und global verbreiteten Gruppe nur noch eine Familie, die südhemisphärischen Peloridiidae mit 37 Arten: kleine, kryptisch gefärbte Tiere, die auf wenige spezielle Habitate beschränkt sind. Sie sind rar in wissenschaftlichen Sammlungen und waren lange Zeit kaum erforscht. Der Referent hat die Peloridiidae in Australien, Neuseeland und Chile gesammelt und schreibt eine Doktorarbeit über ihre Systematik. In seinem Vortrag gibt er uns einen Einblick in die Biologie, Lebensweise und Phylogenie dieser interessanten Gruppe.


18. März, Vortrag, Günter Ebert: Anatolien – ein verlorenes Paradies der Schmetterlingssammler

Anatolien oder Kleinasien, wie es geopolitisch auch genannt wird, war in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts noch das „Tor zum Orient“. Für viele Reisende, darunter die damals noch in verhältnismäßig großer Zahl vorhandenen Schmetterlingssammler, war es quasi ein Paradies, ohne behördliche Kontrollen und sonstige Hindernisse. Auf dem Taurus-Gebirge gab es Hirten, die mit einfachen, wie in biblischen Zeiten mit dem Scheibenrad ausgerüsteten Karren unterwegs waren, und in Istanbul waren die alten Holzhäuser noch nicht völlig einplaniert worden. Über den Bosporus fuhr man mit der Fähre von Europa nach Asien. Aus dieser Zeit ist heute der Süden als „Türkische Riviera“ erwachsen, ganz auf den modernen Tourismus zugeschnitten. Die Schmetterlinge auf dem Kopdagi- und Ziganapass werden, nachhaltiger als früher, auf ihren Flächen vom Weidevieh verdrängt; den Naturbeobachter und Sammler haben sie nicht mehr zu fürchten.


29. April, Vortrag, Dr. Georg Petschenka (Institut für Insektenbiotechnologie, Justus-Liebig-Universität Gießen): Alles nur geklaut: Wie Insekten Pflanzengifte für die eigene Verteidigung nutzen

Im Laufe der Evolution haben Pflanzen eine unüberschaubare Vielfalt an Toxinen entwickelt, um sich gegen pflanzenfressende Insekten zu schützen. Um Giftpflanzen dennoch als Nahrungsressourcen nutzen zu können, haben Insekten im Gegenzug Resistenzmechanismen ausgebildet, die es ihnen erlauben, mit Pflanzengiften umzugehen. Bemerkenswerterweise können viele Insekten Pflanzengifte jedoch nicht nur tolerieren, sondern sie darüber hinaus sogar für ihre eigene Verteidigung nutzen. Diese sogenannte Sequestration wurde erstmals beim amerikanischen Monarchfalter (Danaus plexippus) beschrieben, es handelt sich jedoch um ein relativ häufiges Phänomen, das bei Insektenarten mehrerer Ordnungen vorkommt. Im Vortrag wird erklärt, wie sich Resistenzmechanismen und Sequestration bei Insekten entwickelt haben. Weiterhin wird die Rolle der Sequestration von Pflanzentoxinen als evolutionärer Vermittler zwischen Pflanzen, Insekten und ihren Feinden erläutert.

Ab Mai ist geplant, im Laufe des Jahres einige Exkursionen zu den „weißen Flecken“ unseres Arbeitsgebietes zu unternehmen: den Gebieten um Kocher und Jagst. Genaue Zeiträume werden witterungsabhängig festgelegt, daher melden sich alle Interessenten bitte zunächst bei trusch@smnk.de an, Tel. 0721-175-2842.

Hinweis auf eine NWV-Exkursion mit entomologischem Inhalt, Details siehe NWV-Programm:


30. (Montag) oder 31. Mai (Dienstag): Schmetterlinge und Blütenpflanzen auf den Rappenwörter „Brennen“, Führung von Siegfried Demuth und Dr. Robert Trusch (beide Karlsruhe)
à Anmeldung zur Mitteilung des wetterabhängigen Termins unter 0721-95047-0 erforderlich!


2.-6. Juni (Donnerstag-Montag): Exkursion in das SEL-Studiengebiet im Oberen Vinschgau zwischen Reschen und Taufers, Norditalien

Anmeldung bitte direkt an das Hotel Gerstl (info@dasgerstl.com; die Teilnehmer erhalten einen Rabatt von 12% auf den aktuell gültigen Preis) und z.K. auch an R. Trusch, E-Mail: trusch@smnk.de, Tel. 0721-175-2842. Weitere Hinweise erfolgen ggf. direkt an die angemeldeten Teilnehmer.

Hinweis auf eine NWV-Exkursion mit entomologischem Inhalt, Details siehe NWV-Programm:


7. Juli (Donnerstag) oder 8. Juli (Freitag): Botanische und schmetterlingskundliche Exkursion auf die Rheindämme bei Rappenwört, Führung von Andreas Kleinsteuber und Dr. Robert Trusch (beide Karlsruhe)
Anmeldung zur Mitteilung des wetterabhängigen Termins unter 0721-95047-0 erforderlich!


29. Juli bis 1. August (Freitag-Montag): „Wo die Berghexe fliegt“ – Exkursion in die Rhön

Die „Mitte Deutschlands“ ist gar nicht so weit von Karlsruhe entfernt. Hier leben noch Arten, die anderswo in unserem Land verschwunden oder rar geworden sind. Ein Abstecher dorthin soll unseren Horizont erweitern. à Die Übernachtung ist in Zweibettzimmern organisiert, Anmeldung bitte bis 14. Juli 2016 an rolf.moertter@t-online.de (Tel.: 07253-70735). Begrenzte Teilnehmerzahl: 10 Personen.

Sommerpause

Hinweis auf eine NWV-Exkursion mit entomologischem Inhalt, Details siehe NWV-Programm:


21. Oktober oder 4. November (Freitag), Herbstfalter im Auwald, Führung von Dr. Robert Trusch, Michael Falkenberg et al. (Karlsruhe): Treffpunkt und Zeit: Naturschutzzentrum, 18.30 Uhr


28. Oktober, Vortrag, Axel Hofmann (Linkenheim-Hochstetten): Von Widderchen und Giraffen – als Entomologe durch Südafrika

Südafrika ist ein Hotspot der biologischen Diversität. Viele Pflanzen und Tiere haben hier ihren Verbreitungsschwerpunkt oder sind gar endemisch. So auch die nächsten Verwandten unserer Rotwidderchenarten (Zygaena). Die Einnischung dieser Arten ist allerdings völlig anders, als wir es von den einheimischen Arten her kennen. Mehrfach hat der Referent in den vergangenen Jahren den südlichsten Teil Afrikas bereist, um mehr über die Biologie dieser hochspezialisierten Gruppe zu erfahren. Im Vortrag werden aber auch anekdotische Reisegeschichten und andere Aspekte (Land und Leute, Tiere und Klima, Zoogeographie) nicht zu kurz kommen.


25. November, Arbeitstreffen, Joachim und Iris Asal (Todtnau), Jutta Bastian (Bammental) Günter Baisch (Biberach-Mettenberg), Dr. Rolf Mörtter (Kronau), Rudolf Schick (Ravensburg), Dr. Robert Trusch (Karlsruhe) et al.: Sieben Jahre Kartierung der Zünslerfalter Baden-Württembergs: erzielte Ergebnisse und zukünftige Aufgaben

Besuchen Sie auch unsere Dienstagsvorträge!

Wir laden unsere Mitglieder und Interessenten herzlich zu unseren Veranstaltungen ein.


Fragen oder Hinweise bitte an: Dr. Robert Trusch, 1. Vorsitzender, Naturwissenschaftlicher Verein Karlsruhe e.V., c/o Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe, Erbprinzenstr. 13, 76133 Karlsruhe, Tel. 0721-1752842, E- Mail : trusch@smnk.de

Programme der Entomologischen AG aus den Vorjahren aktuelles PDF zum Download


Entomologische Arbeitsgemeinschaft

Gegründet am 24.5.1967 durch Günter Ebert als Arbeitsgemeinschaft im Naturwissenschaftlichen Verein Karlsruhe e.V., widmen sich in ihr heute weit über 100 Entomologen aus ganz Baden-Württemberg der Erfassung und Erforschung der regionalen Insektenfauna, insbesondere der Schmetterlinge. Nur durch das zum Teil langjähriges Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft war die Herausgabe des Grundlagenwerkes „Die Schmetterlinge Baden-Württembergs“ und die heutige Fortsetzung dieser Arbeit in der Landesdatenbank Schmetterlinge möglich. Neben den Arbeitssitzungen organisiert die Arbeitsgemeinschaft auch ein jährliches Vortragsprogramm mit speziellen entomologischen Themen und entomologischen Reiseberichten.

Von Günter Ebert und Dr. Robert Trusch liegen einige Veröffentlichungen über das Wirken der Entomologischen Arbeitsgemeinschaft im Laufe der Jahre vor sowie ein kurzer Abriss ihrer Geschichte vor: Ebert, G. (2003): Die Entomologische Arbeitsgemeinschaft im Naturwissenschaftlichen Verein Karlsruhe e.V.“, carolinea, 60 (2002): 171-172.

Kontakt: Dr. Robert Trusch, Tel.: ++49-(0)721-1752842